Therapeutische Videospiele werden jetzt endlich auch von der Krankenkasse finanziert

Gute Neuigkeiten: Therapeutische Videospiele können in Pflegeeinrichtungen wirklich helfen und werden dementsprechend jetzt auch offiziell von der Krankenkasse bezahlt.

Zur Nutzung der therapeutischen Spielmodule der memoreBox wird gar kein Controller benötigt, die Steuerung funktioniert dank Kinect-Technik mit Gesten und Bewegungssteuerung. Zur Nutzung der therapeutischen Spielmodule der memoreBox wird gar kein Controller benötigt, die Steuerung funktioniert dank Kinect-Technik mit Gesten und Bewegungssteuerung.

Therapeutische Videospiele können Senior:innen in Pflegeeinrichtungen und dem dort arbeitenden Team helfen. Das wurde jetzt in einer großen Untersuchung offiziell bestätigt. Dementsprechend ist nun auch der Weg geebnet, den Einsatz der speziell dafür entwickelten memoreBox-Konsole mit Hilfe der Krankenkassen zu finanzieren. Das heißt, dass die Therapie damit endlich von der Krankenkasse übernommen wird. In Zukunft könnte also noch viel mehr in dieser Richtung passieren.

Therapeutische Videospiele helfen wirklich und jetzt bezahlt sie auch die Krankenkasse

Therapeutische Videospiele? Genau: Mit Hilfe einer eigens entwickelten Spielekonsole können pflegebedürftige Menschen Spiele spielen. Das funktioniert in erster Linie über Bewegungssteuerung mit Hilfe der Kinect-Technologie und ermöglicht so zum Beispiel Titel, in denen getanzt oder Motorrad gefahren wird.

Diese Art der Bewegungs-Therapie funktioniert zum Beispiel als Demenz-Prävention, aber auch insgesamt sollen die "geistigen und körperlichen Fähigkeiten" dadurch gestärkt werden. Mit weitreichenden Konsequenzen, die wohl sogar den Pfleger:innen in den entsprechenden Einrichtungen die Arbeit erleichtern.

Wie das grob funktioniert, könnt ihr euch in diesem Video anschauen:

Link zum YouTube-Inhalt

Positive Ergebnisse bestätigt: Mittlerweile hat eine großangelegte Evaluationsuntersuchung in über 100 Einrichtungen bestätigt, was bereits in ersten Versuchen festgestellt werden konnte. 906 Personen haben die memoreBox ausprobiert und im Schnitt mit einer Schulnote von 2 bewertet. Dieselbe Note haben auch die Pfleger:innen im Schnitt gegeben.

Insgesamt sei vor allem auch das allgemeine Wohlbefinden der Proband:innen gesteigert worden. Andrea Jakob-Pannier, Psychologin und Projektleiterin bei der Barmer, sagt:

"Die therapeutischen Videospiele der 'memoreBox' machen die Seniorinnen und Senioren wieder leistungsfähiger und mobiler. Sie können sich signifikant besser selbst versorgen und allgemeine Tätigkeiten eigenständiger ausführen. Bei mehr als der Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer steigt auch die Motivation zu sozialen Kontakten."

Nachweislich wirksam und jetzt förderfähig: Dadurch, dass es jetzt auch die offizielle Bestätigung der Wirksamkeit in der Masse gibt, übernimmt die Krankenkasse die Finanzierung. Das bedeutet konkret, dass sich alle interessierten Pflegeeinrichtungen an jede Pflegekasse wenden können, um einen Förderantrag zu stellen.

Wie findet ihr das? Kennt ihr Menschen oder Einrichtungen, denen das auch helfen könnte?

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